Tier- und naturgestützte Interventionen?!?

Aktualisiert: 23. Mai 2019

Was ist das eigentlich?


Um zu erklären, wie das Konzept der tier- und naturgestützten Intervention funktioniert, gibt es hier einen kurzen Einblick in die Theorie:


Edward O. Wilson hat bereits in den 80er Jahren die sogenannte Biophilie-Hypothese aufgestellt. Sie besagt - grob überrissen -, dass der Mensch durch seine Entstehungsgeschichte eine biologisch begründete Nähe zur Natur sucht. In der Realität bedeutet dies, der Mensch fühlt sich am wohlsten in seinem ursprünglichen Lebensraum - der Natur. Unser tägliches Leben, vielleicht sogar in der Stadt, die Arbeit und andere Verpflichtungen machen es uns manchmal schwer hinaus zu kommen und die frische Luft zu genießen. Gerade diese würde uns aber enorm helfen unsere „leeren Tanks“ wieder aufzuladen, unsere Abwehrkräfte zu stärken und somit Krankheiten vorzubeugen. Die Biophilie-Hypothese wurde übrigens von vielen weiteren Wissenschaftern aufgegriffen, geprüft und sogar erweitert (z.B. von Brockmann oder Vernoij und Schneider). Ich könnte hier nun zahlreiche Studien anführen, die den Rahmen des Beitrags allerdings sprengen würden, wer gerne mehr wissen möchte, findet z.B. im Buch "Der Biophilia Effekt - Heilung aus dem Wald" von Clemens G. Arvay genauere Informationen.



Tiere sind ja nun bekannterweise ein unumgänglicher Teil der Natur und sie haben ganz tolle Eigenschaften, die im tiergestützten Setting auf ganz wunderbare Weise mitwirken, hier sind die in meinen Augen 3 wichtigsten Aspekte:

- Tiere sind IMMER völlig wertfrei – egal wie du aussiehst, welche Arbeit du hast oder wo du arbeitest, wie alt du bist, ob du traurig bist oder fröhlich usw.

- Tiere reagieren unmittelbar auf deine Emotionen und sie sind darin immer authentisch und ehrlich.

- Tiere haben einen ungemein positiven Effekt auf uns Menschen, sie können z.B. beruhigend, aufbauend oder aber auch Sozialkompetenz stärkend auf uns wirken.


Was meint also tier- und naturgestützte Intervention?

Hier werden Settings von der Trainerin/vom Trainer geschaffen, in denen Menschen mit Tieren interagieren, einander begegnen und qualitative Zeit miteinander verbringen können. Dabei ist es wichtig, dass ein passender "Raum", eine angenehme Atmosphäre und ein klarer Rahmen für alle Beteiligten vorbereitet werden. Zum Beispiel kann dies eben in Form eines Workshops passieren.


Einmal davon abgesehen, dass tier- und naturgestützte Interventionen natürlich von einer geeigneten und qualifizierten Person durchgeführt werden sollten, kann trotzdem jeder Einzelne für sich Gutes tun, indem er oder sie nach Möglichkeit so viel Zeit, wie nur frei zu schaffen ist, draußen in der Natur verbringt. Es ist dabei ganz egal, ob alleine, mit Partner/in, mit Kindern oder Haustieren. Vielleicht kennt ihr schon das Gefühl von Zufriedenheit, angenehmer Müdigkeit und einer ausgeglichenen, fröhlichen Stimmung nach einem Tag in der freien Natur? Das sind zumindest einige meiner Gründe, weshalb ich täglich draußen bin und die frische Luft, die Flora und die Fauna genieße ;-).


Wer gerne ein wenig "Unterstützung" haben möchte oder einfach mal ein bisschen aus dem Alltäglichen ausbrechen mag oder vielleicht für sein Kind eine qualitative Freizeitmöglichkeit sucht - ich würde mich sehr freuen, euch bei mir auf der kleinen Gartenfarm bei einem meiner Workshops begrüßen zu dürfen!


Ich wünsche euch schöne Frühlingstage,

eure Nicole






Die kleine Gartenfarm, Am Graben 8, 2114 Weinsteig, Österreich

©2019 Nicole Aigner

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